Geschichte des Handwebmuseums

Museumsgründer Robert Esser

Wie in vielen anderen Eifeldörfern wurde auch in Rupperath in vielen Familien die Schafwolle für den eigenen Bedarf und im Auftrag von Wollverarbeitungsbetrieben z.B. in Euskirchen oder in Monschau gesponnen. In manchen Bauernhäusern wurde zusätzlich, vor allem in den Wintermonaten, auf Handwebstühlen die gesponnenen Garne zu Wollstoffen gewebt.

Der ehemalige Volks- und spätere Grundschullehrer Robert A. Esser (siehe Bild links) hatte die brachliegende Tradition des Spinnens und Webens in Rupperath wiederbelebt. Im Jahre 1961 gründete er die Werkgemeinschaft für Handwebkunst in Bad Münstereifel-Rupperath.

In diesem Zusammenhang begann er auch „Werkzeuge“ des Spinnens und Webens zu sammeln. Von 1965 (Schließung der Schule) bis Ende 2003 (Auflösung der Werkgemeinschaft) war die Sammlung in der ehemaligen Turnhalle der Schule untergebracht.

2006 wurde diese Sammlung neu gestaltet und in den Räumen der ehemaligen Schule als „Handwebmuseum“ wiedereröffnet. Seitdem betreut eine Unterabteilung des Betreibervereins „Alte Schule Rupperath e.V.“ das Museum in ehrenamtlicher Arbeit. Für diese Arbeit wurde dem Verein 2008, dem Todesjahr von Robert A. Esser, der Ehrenamtspreis der Stadt Bad Münstereifel verliehen.

Nach Sanierungsarbeiten an Hof und Gebäude im Jahre 2010 ist das Museum barrierefrei zu erreichen.